Für viele Deutsche sieht der Vermögensaufbau folgendermaßen aus: ein Teil des Erwerbseinkommen landet auf dem Sparbuch und irgendwann ist eine größere Summe auf dem Sparbuch angewachsen. Das verstehen dann viele als Vermögensaufbau. Wer aber wirklich ein Vermögen aufbauen will, der sollte das Sparbuch schnellstmöglich vergessen. Um ein Vermögen aufzubauen braucht man Zinsen und Rendite. Denn nur so kann der gesparte Betrag vor der Inflation geschützt werden und im besten Fall noch einen Obolus erwirtschaften. Um die bestmögliche Rendite bzw. den bestmöglichen Zins zu erzielen, muss man sich die verschiedenen Assetklassen (Anlageklassen) anschauen.

Folgende Assetklassen schauen wir uns an: Sparbuchzinsen, Festgeld, Tagesgeld, zehnjährige Bundesstaatsanleihen, zehnjährige Unternehmensanleihen, zehnjährige US-Staatsanleihen und Aktien.

Sparbuchzinsen haben in den letzten Jahren das schlechteste Ergebnis erzielt. Mit 0,1 % Zinsen kann man das Geld auch einfach auf dem Girokonto liegen lassen. Wer heute 10.000 € auf’s Sparbuch packt, der erhält in 20 Jahren insgesamt circa 202,- Zinsen. Im gleichen Zeitraum ist das Geld durch die Inflation aber die Kaufkraft der 10.000 € auf 6.729,71 € gesunken. Um die selbe Kaufkraft der 10.000 € zu erhalten, hätte man einen Betrag von 14.859,47 € benötigt.

Festgeld ist nicht viel besser als das Sparbuch, bringt in den letzten Jahren aber wenigstens rund 0,56 % Zinsen. Auch hier wird nichtmal die Inflation gedeckt. Wer also 10.000 € anlegt, der erhält nach 20 Jahre 11.182 €. Der Endbetrag sieht schon mal besser aus, als der des Sparbuchs. Trotzdem sind 1.182 € Zinsen innerhalb von 20 Jahren extrem gering. Wie bereits oben genannt wäre damit nicht mal annähernd die Inflation gedeckt worden.

Tagesgeld bringt mit 0,59 % Zinsen nur marginal mehr Zinsen als das Festgeld. Wer hier wieder 10.000 € anlegt, der erhält nach 20 Jahren 11.249 € insgesamt – also rund 1.250 € Zinsen.

Zehnjährige Bundesstaatsanleihen hingegen bringen immerhin 1,39 % Rendite. Investiert man 10.000 € in die Staatsanleihe, dann wird daraus innerhalb von 20 Jahren ein Betrag von 13.180 €.

Auch hier hat man die Inflation von circa 2 % p.a. noch nicht abgedeckt.

Unternehmensanleihen mit AA-Bonität erwirtschaften circa 1,9 % Rendite jährlich. Nach 20 Jahren erhält man nach einem 10.000 € Investment rund 14.571 € und deckt damit fast genau den Betrag der Inflation.

Die Zehnjährigen US-Staatsanleihen erwirtschaften eine durchschnittliche Jahresrendite von 2,4 % und übertrumpfen damit zumindest die Inflation. Wer hier 10.000 € investiert, der findet einen Betrag in Höhe von 16.069 € auf seinem Konto nach 20 Jahren.

Die letzte Anlageklasse sind Aktien. Mit einer jährlichen Rendite von 9,25 % könnte man sich hier bei einem 10.000 € Investment nach 20 Jahren über 58.672 € freuen.

Es zeigt sich also, wer wirklich ein Vermögen aufbauen will, der kommt an Aktien nicht vorbei. Aktien sind die beste Assetklasse, wenn es um Vermögensaufbau geht. In den letzten 200 Jahren konnten Aktien alle anderen Assetklassen outperformen. Es gibt keine Alternative, die eine vergleichbare Rendite, bei gleicher Liquidität mitbringt. Lediglich Immobilien haben in der Vergangenheit eine ähnliche Performance erzielen können – jedoch sind Immobilien sehr illiquide und kapitalintensiver. Unserer Meinung nach führt kein Weg an Aktien vorbei.

Quellen: Deutsche Boerse AG, Boerse.de, AUXMONEY